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Hamisi hat die Schule bis zur 8 Klasse besucht. Er wollte im Anschluss gerne eine schulische Ausbildung zum Elektriker absolvieren. Wir konnten einen Sponsor hierfür finden. Hamisi hat bereits zwei Jahre Theorie absolviert und kann nun in den Ferien im Heim kleine Reparaturen vornehmen.  Ein weiters Jahr wird noch folgen, in dem sich Schule und Praxis in einem Betrieb abwechseln. Wir sind sehr froh, dass wir Hamisi die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft mit einer ordentlichen Ausbildung ermöglichen könnne.

Mwanaisha

Mwanaisha war bereits 14 Jahre, als sie in das Heim gekommen ist. Aufgrund von Armut wurde sie von ihrer Familie nicht zur Schule geschickt.  Das Lernen fiel ihr schwer, sie musste mehrfach Klassen wiederholen. Als sie im Januar 2014 volljährig wurde, besuchte sie noch immer die fünfte Klasse. Zusammen mit der Direktorin wurden mit ihr zahlreiche Gespräche geführt, wie sie sich ihre Zukunft vorstelle. Wir sahen uns zudem in der Verantwortung, sie nicht einfach auf die Straße zu setzen, ohne Schulbildung, Familie und jeglichen Grundlagen, selbstständig ein Leben führen zu können. Ihr größter Wunsch war es, einmal Näherin zu werden. Mit Hilfe einer Spende konnte ihr die einjährige Ausbildung finanziert werden, die sie erfolgreich beendete. Währenddessen konnte sie weiterhin im Heim wohnen und half bei Küchendiensten und Näharbeiten. Wir sind glücklich über die Entwicklung dieser wirklich tollen und liebenswerten jungen Frau!

 

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Weiterführende Schule – wir versuchen durch Bildungspaten den Kindern nach der 8. Klasse den Besuch an einer weiterführenden Schule zu ermöglichen (Klasse 9 – 12). Am liebsten in einem Internat, damit sie sich voll und ganz auf das Lernen konzentrieren können und eine neue Umgebung kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln, jenseits des Waisenheimlebens. Wir konnten bislang 8 unserer Kinder zu einer weiterführenden Schule in ihren neuen Lebensabschnitt begleiten. Vor dem Start muss immer ein Großeinkauf gemäß den Anforderungen des Internates erfolgen. Matratze, Schuluniformen, Bücher, Schulrucksack, Aufbewahrungsboxen, Mosikitonetz etc. Dieser Einkauf kostet zwischen 250 – 300 Euro und ist für die meisten kenianischen Familien gar nicht darstellbar. Die monatliche Schulgebühr beträgt rund 50 Euro. Ohne unsere Sponsoren hätten unsere Kinder keine Chance auf einen guten Schulabschluss und eine weiterführende Schule. Viele kenianische Kinder gehen nach der 8. Klasse von der Schule und suchen sich einen Aushilfsjob, der gerade zum Überleben reicht oder sie sind arbeitslos und werden von einem Familienmitglied mit Essen versorgt.