2011 war Anja Friedrich als freiwillige Helferin in Kenia. Das Waisenheim „Little Angel“ ist ihr dabei besonders ans Herz gewachsen. 30 Waisenkinder leben hier und werden zusammen mit weiteren 35 Kindern aus dem Dorf in kleinen Klassenräumen unterrichtet. Es gibt 7 kenianische Helfer, die sich um die Kinder kümmern und als Lehrer bzw. Kinderbetreuer arbeiten. Der einzige Sponsor vor Ort ist ein Hospital – von dort werden einmal die Woche Lebensmittel gebracht. Die Eltern der Schulkinder aus dem Dorf zahlen ein geringes Schulgeld, davon werden Feuerholz und andere Kleinigkeiten gekauft. Mehr Geld steht dem Waisenheim nicht zur Verfügung, da Waisenhäuser keine staatliche Unterstützung erhalten.
Die Lebensumstände waren erschreckend als Anja Friedrich das Heim kennengelernt hat. Es fehlte an fast allem. Geschlafen wurde auf dünnen Matten auf dem Boden. Mit Spendengeldern konnte 2011 direkt vor Ort einiges bewirkt werden (Einkäufe für den täglichen Bedarf: Zahnbürsten, Sandalen, Schüsseln, Stühle, Lehrbücher und 10 Etagenbetten sowie Ziegen und Hühner). Das Haus in dem sie lebten, mussten sie aber 2012 verlassen und sie wussten nicht wohin. Der Verein Little Angel e.V.  sammelte Spenden, um dem Waisenheim ein Grundstück zu kaufen und ein Haus mit Schulräumen darauf zu bauen. Ohne fremde Hilfe wären sie obdachlos geworden.
Das neue kleine Grundstück konnte im Februar 2012 erworben werden. Der Bau wurde im Dezember 2012 fertiggestellt. Das Waisenheim (nebst Kindergarten und erste bis dritte Klasse) bestand erst nur aus groben Steinwänden mit Wellblechdach. Petra Lausch war 2013 das erste Mal zusammen mit Anja Friedrich vor Ort und engagiert sich seitdem für den Verein Little Angel e.V.

Dank der Spenden, konnten die Lebensumstände nach und nach verbessert werden. Seit Juli 2014 gibt es sogar Strom und fließendes Wasser! Wir konnten Zimmerdecken aus Holz für die Schlafräume einziehen lassen (verringert das Übertragungsrisiko von Malaria und die Anzahl von Ungeziefer) und einen 10.000 Liter-Wassertank für Trinkwasser installieren (und Regenrinnen). Im Jahr 2015 konnten wir ein großes Grundstück erwerben (8.000 qm) für landwirtschaftliche Nutzung (Hilfe zur Selbsthilfe).

Die weiteren Zukunftspläne sind: Landwirtschaft und Hühnerzucht auf dem neuen Grundstück sollen das Heim nach und nach unabhängiger machen. Allen Lehrer sollen eine zwei bzw. vier jährige Fortbildung zum Lehrer ermöglicht werden. Bislang unterrichten sie anhand eines Lehrbuchs ohne Lehrkenntnisse. Zwei Lehrerinnnen konnte bereits die erste Stufe (nach zwei Jahren) erfolgreich beenden. Diese Fortbildung ist für die Lehrer und für alle Schulkinder von großer Bedeutung, um das Niveau der Schule deutlich zu erhöhen.

Für die Verwirklichung unserer Pläne sind wir weiterhin auf Einmalspenden angewiesen. Monatliche Heim-Patenschaften (ab 8 Euro) ermöglichen die Abdeckung der laufenden Kosten des Heimes und werden keinem bestimmten Kind zugeordnet.

Den älteren Kindern soll eine weiterbildende Schule nach der 8. Klasse ermöglicht werden oder eine berufliche Ausbildung. Hierfür werden immer wieder spezielle Bildungspatenschaften (50 Euro monatlich) benötigt, die auf die Dauer der Schule (4 Jahre) oder Ausbildung (2 Jahre) begrenzt ist und einem bestimmten Kinder zugeordnet wird.

Zögern Sie nicht uns anzuschreiben – wir beantworten gerne Ihre Fragen!